Geld sparen im Supermarkt: Die besten Tricks

Lebensmittel gehören zu den größten und am häufigsten unterschätzten Ausgaben. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes geben Haushalte mehr als jeden fünften Euro für Nahrungsmittel und Getränke aus. Ein Ein-Personen-Haushalt liegt im Schnitt bei 269 Euro monatlich, ein Zwei-Personen-Haushalt bei 477 Euro. Im Supermarkt lässt sich mehr Geld sparen, als die meisten denken. Das bedeutet nicht, dass man verzichten muss – es bedeutet nur, dass man einige Dinge beachten muss und nicht planlos einkauft.

Gut vorbereitet einkaufen gehen

Um Impulskäufe zu reduzieren, schreibe dir vorher eine Einkaufsliste. Studien haben gezeigt, dass Personen, die ohne Einkaufsliste den Supermarkt betreten, im Durchschnitt zwischen 20 und 40 Prozent mehr ausgeben. Noch besser ist es, wenn du deine Mahlzeiten bis zum nächsten geplanten Einkauf planst. Dadurch kaufst du nur die Zutaten, die du wirklich brauchst, und wirfst so gut wie nichts weg. Ich selbst kaufe nur einmal die Woche ein, am Samstag gegen 15:30 Uhr. Der Netto mit dem Hund und der Netto Marken-Discount setzen dann meist sehr stark Obst und Gemüse herunter, oft sogar um 50 Prozent. Für Famila Nordost ist 16:30 Uhr eine gute Zeit – da werden einige der Brötchen, Brote und andere Backwaren von der Aufbackstation um 30 Prozent reduziert. Die Supermärkte und Discounter wollen diese Waren noch möglichst am Samstag verkaufen, weil sie am Montag vermutlich kaum noch verkaufbar wären.

Gehe bitte auf keinen Fall hungrig einkaufen. Dann landen nicht nur mehr Lebensmittel im Einkaufswagen, sondern vor allem auch eher die ungesunden Produkte wie Snacks, Fertiggerichte und Süßwaren. Die gesünderen Optionen wie Salat oder kalorienarme Produkte bleiben dann eher im Geschäft.

Lade dir unbedingt die Apps der Discounter und Supermärkte auf dein Handy – genauso wie Payback und mögliche andere Rabattanbieter in deiner Region. Lidl, Aldi, Rewe, Penny, Rossmann, dm und wie sie alle heißen, bieten digitale Prospekte an, aber auch Coupons und personalisierte Angebote.

Nutze konsequent Eigenmarken

Eigenmarken der Handelsketten sind nichts Schlechtes. Sie sind deutlich preiswerter als die Markenprodukte, werden oft sogar vom selben Unternehmen produziert und sind teilweise sogar hochwertiger. Eigenmarken wie „Ja!“ (REWE), „Gut & Günstig“ (EDEKA), „Milbona“ oder „Freeway“ (Lidl), „K-Classic“ (Kaufland) sowie die No-Name-Linien von Aldi und Penny liegen preislich meist 30 bis 50 Prozent unter den bekannten Marken, manchmal sogar noch mehr. Besonders groß sind die Preisunterschiede bei Snacks, Joghurt, Käse, Aufschnitt, Haushaltsreinigern oder Tiefkühlgemüse. Oft stehen diese Produkte auch gleich neben den Markenprodukten im Regal.

Die Handelsketten haben sich offenbar zum Ziel gesetzt, die Markenprodukte weitestgehend aus ihren Märkten zu verdrängen und ihre Eigenmarken stattdessen zu verkaufen. Dies sieht man immer mehr in den Werbeprospekten, wo neben dem Markenprodukt direkt das vergleichbare Produkt der Eigenmarke abgebildet und beworben wird – teilweise ist es optisch sogar kaum zu unterscheiden. Für die Handelsriesen haben Eigenmarken viele Vorteile. Die Produkte müssen nicht teuer im Fernsehen oder auf Plakaten beworben werden, sie verkaufen sich über den Preis. Obwohl die Eigenmarken für die Kunden günstiger sind, ist die prozentuale Marge für den Discounter oft höher. Er – und letztendlich auch die Kunden – müssen nicht den Markennamen bezahlen. Die Discounter nehmen riesige Mengen bei den Produzenten ab, dadurch können sie die Einkaufspreise sehr stark drücken. Eigenmarken sind auch ein großes Druckmittel gegenüber den Markenherstellern: „Wenn ihr zu teuer seid, fliegt ihr aus dem Regal und wir verkaufen nur noch unsere Eigenmarke!“ Durch die Eigenmarke wird der Kunde an den Discounter gebunden und nicht mehr an den teuren Markenhersteller. Der Eigenmarkenanteil bei Lidl liegt mittlerweile bei rund 75 Prozent, bei Aldi sogar bei 90 Prozent.

Clever im Laden entscheiden

Achte immer auf den Grundpreis pro 100 Gramm oder Liter. Große Packungen sind nicht automatisch günstiger, auch wenn man das glauben würde. Es gibt gefühlt immer mehr Mogelpackungen im Handel, bei denen in manchen Fällen die kleinere Variante pro Einheit preiswerter ist. Lasse dich nicht von auffälligen Sonderangebots-Schildern reinlegen. Oft siehst du am Regal dann einen roten Preis, der signalisieren soll, dass es günstiger ist. Nicht jedes Produkt mit großem roten Aufkleber ist wirklich reduziert. Es empfiehlt sich, das Preisschild mal etwas nach vorne zu biegen – meistens befindet sich das alte, weiße Preisschild dahinter und hat oft denselben Preis. Die Produkte auf Augenhöhe sind häufig die teureren Markenartikel. Die günstigeren Alternativen eher unbekannter Hersteller oder die Eigenmarken befinden sich oft weiter unten im Regal. Markenhersteller zahlen erhebliche Summen dafür, dass ihre Produkte auf Augenhöhe, der sogenannten Sichtzone, platziert werden.

Saisonales Obst und Gemüse ist in vielen Fällen deutlich günstiger als Importware außerhalb der Saison. Wer flexibel ist und sich danach richtet, was gerade günstig im Angebot ist, kann Geld sparen. Nutze einen kleineren Einkaufswagen – dies hat den psychologischen Effekt, dass dein Gehirn denkt, er sei schon fast voll. So kauft man weniger und erschwert Impulskäufe.

Weitere wirksame Tricks

Kaufe größere Mengen und lege sie dir auf Lager, sobald es Schnäppchen gibt. Nudeln, Reis, Konserven, Öl, Saucen, Tiefkühlwaren und Getränke sind lange haltbar. Selber kochen ist in der Regel günstiger und auch gesünder, als verarbeitete Produkte zu kaufen.

Vergleiche zudem die Prospekte der Discounter und Supermärkte – die Preise variieren teils sehr stark. Nach meiner Erfahrung sind viele Produkte im Discounter günstiger als im Supermarkt. Was die Grundnahrungsmittel angeht, so behaupten einige Supermärkte, dass ihre Produkte genauso günstig sind wie die der Discounter. Ich habe schon oft gesehen, dass das nicht stimmt.

0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x